Anti-Virus-Software erntet "Jede Suche, jeden Klick, jeden Kauf, auf jeder Website"

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Daten sind das neue Öl des 21. Jahrhunderts, und Technokraten sind die neuen Roughnecks. In diesem Fall ist die Software kostenlos, aber Ihre Daten sind von unschätzbarem Wert und werden ohne Ihre Zustimmung oder Ihr Wissen mutwillig gesammelt. ⁃ TN Editor

Ein Antivirenprogramm, das von Hunderten Millionen Menschen auf der ganzen Welt verwendet wird, verkauft hochsensible Webbrowserdaten an viele der weltweit größten Unternehmen. Dies ergab eine gemeinsame Untersuchung von Motherboard und PCMag. Unser Bericht stützt sich auf durchgesickerte Benutzerdaten, Verträge und andere Unternehmensdokumente, aus denen hervorgeht, dass der Verkauf dieser Daten sehr sensibel ist und in vielen Fällen zwischen dem Unternehmen, das die Daten verkauft, und den Kunden, die sie kaufen, vertraulich behandelt werden soll.

Die Dokumente einer Tochtergesellschaft des Antiviren-Riesen Avast namens Jumpshot werfen ein neues Licht auf den geheimen Verkauf und die Lieferkette der Internet-Browsing-Historien der Menschen. Sie zeigen, dass das auf dem Computer einer Person installierte Avast-Antivirenprogramm Daten sammelt und dass Jumpshot diese in verschiedene Produkte umpackt, die dann an viele der größten Unternehmen der Welt verkauft werden. Einige frühere, gegenwärtige und potenzielle Kunden sind Google, Yelp, Microsoft, McKinsey, Pepsi, Sephora, Home Depot, Condé Nast, Intuit und viele andere. Einige Kunden zahlten Millionen von Dollar für Produkte, die einen sogenannten "All Clicks Feed" enthalten, mit dem Benutzerverhalten, Klicks und Bewegungen auf Websites bis ins kleinste Detail verfolgt werden können.

Avast behauptet zu haben mehr als 435 Millionen aktive Benutzer pro Monatund Jumpshot sagt es hat Daten von 100 Millionen Geräten. Avast sammelt Daten von Benutzern, die sich anmelden, und gibt diese dann an Jumpshot weiter. Mehrere Avast-Benutzer haben jedoch dem Motherboard mitgeteilt, dass sie nicht davon Kenntnis haben, dass Avast Browserdaten verkauft hat, und haben Fragen dazu aufgeworfen, wie informiert diese Einwilligung ist.

Die von Motherboard erhaltenen Daten und PCMag Dazu gehören Google-Suchen, Nachschlagen von Standorten und GPS-Koordinaten in Google Maps, Personen, die die LinkedIn-Seiten von Unternehmen besuchen, bestimmte YouTube-Videos und Personen, die Porno-Websites besuchen. Aus den gesammelten Daten kann ermittelt werden, an welchem ​​Datum und zu welcher Uhrzeit der anonymisierte Benutzer YouPorn und PornHub besucht hat und in einigen Fällen welchen Suchbegriff er auf der Pornoseite eingegeben hat und welches spezifische Video er angesehen hat.

Obwohl die Daten keine persönlichen Informationen wie Benutzernamen enthalten, enthalten sie dennoch eine Fülle spezifischer Browserdaten, und Experten sagen, dass es möglich sein könnte, bestimmte Benutzer zu dekanonymisieren.

In einem Pressemitteilung vom JuliJumpshot behauptet, "das einzige Unternehmen zu sein, das ummauerte Gartendaten freischaltet" und versucht, "Marketingfachleuten einen tieferen Einblick in die gesamte Online-Customer-Journey zu ermöglichen". Jumpshot hat zuvor einige seiner Kunden öffentlich besprochen. Andere in Jumpshot-Dokumenten erwähnte Unternehmen sind Expedia, IBM, Intuit, das TurboTax, Loreal und Home Depot herstellt. Die Mitarbeiter werden angewiesen, nicht öffentlich über die Beziehungen von Jumpshot zu diesen Unternehmen zu sprechen.

"Es ist sehr detailliert und es sind großartige Daten für diese Unternehmen, da es mit einem Zeitstempel auf Geräteebene liegt", sagte die Quelle und verwies auf die Spezifität und Sensitivität der verkauften Daten. Das Motherboard gewährte der Quelle Anonymität, um offener über die Prozesse von Jumpshot zu sprechen.

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